Diese Webseite verwendet Cookies zur Auswertung der Aufrufe. Sie haben auf dieser Webseite die Möglichkeit personenbezogene Daten zu übermitteln. Ihr Besuch auf dieser Webseite kann von externen Unternehmen ausgewertet werden. Erfahren Sie mehr in unserer Datenschutzerklärung.

Kurzschluss Vol. 4: Medea. Stimmen

von Christa Wolf  
Szenische Lesung mit Antje Trautmann und Nora Otte 

Medea - die Mörderin, die Giftmischerin, die Furie – so lautet die Anklage gegen die Königstochter aus Kolchis, der König Kreon in Korinth Exil gewährte. Nun sitzt ganz Korinth zu Gericht über sie und rekonstruiert das Bild einer eigensinnigen und stolzen Frau.

Als Medea einige Jahre zuvor mit ihrem Ehemann Jason und einigen Landsleuten in Korinth ankam, hatte sie eine lange Irrfahrt auf dem Mittelmeer hinter sich. Medea war mit Hilfe des Seefahrers Jason aus Kolchis, dem Unrechtsstaats ihres Vaters, geflohen. Die Flüchtlinge werden von den Korinthern geduldet, wenngleich man sie aufgrund ihrer Naturverbundenheit und Religion als rückständig belächelt. König Kreon, von dessen Gunst alles abhängt, protegiert den anpassungsfähigen Jason und verspricht ihm eine Karriere am Hof. Medea genießt als Heilerin unter den Korinthern Ansehen, fällt jedoch immer wieder durch ihr selbstbewusstes Auftreten auf, das ihr als Anmaßung angerechnet wird. Sie ist nicht bereit, sich den Mund verbieten zu lassen oder ihre kulturelle Herkunft im Gastland zu verbergen. Ihr Schicksal wendet sich, als sie zufällig Kreons lang gehütetes Staatsgeheimnis aufdeckt. Plötzlich wird aus der schönen Fremden eine unberechenbare Gefahr für die Sicherheit Korinths. Medea muss aus dem Weg geräumt werden. Und ehe sie sich versieht, steckt sie in einem Netz aus Verleumdungen, Intrigen und Lügen. Im Kampf um die Macht in Korinth muss Medea als Sündenbock geopfert werden...

Christa Wolf (1929-2011) schrieb mit dem 1996 erschienenen Roman eine kritische Parabel auf Fremdenfeindlichkeit und Ausländerhass. Sie formte den antiken Mythos der Medea um und legte die gesellschaftlichen Umstände und Ängste offen, die zu Ausgrenzung führen.

Im E-Werk-Studio wird gemeinsam das Nicht-Fertige, Spontane und Abwegige erforscht. Was unter den Nägeln brennt, wird auf die Bühne gebracht, Schauspieler geben Persönliches preis oder laden sich Gäste zum nächtlichen Talk ein. Wir entführen Sie in einer Impro-Soap in ferne Galaxien oder erfüllen Ihnen Ihre Wünsche. In der Reihe KURZSCHLUSS verwirklichen Ensemblemitglieder Herzensprojekte – manchmal  als Monolog, manchmal mit Gästen, aber immer besonders.

Inszenierung Nora Otte
 
Mit:
mit den Stimmen von Cathleen Baumann / Christian Erdmann / Holger Hübner / Philipp Lux / Karina Plachetka

Kurzschluss Vol. 4: Medea. Stimmen

von Christa Wolf  
Szenische Lesung mit Antje Trautmann und Nora Otte 

Inszenierung Nora Otte
 
Mit:
mit den Stimmen von Cathleen Baumann / Christian Erdmann / Holger Hübner / Philipp Lux / Karina Plachetka

Medea - die Mörderin, die Giftmischerin, die Furie – so lautet die Anklage gegen die Königstochter aus Kolchis, der König Kreon in Korinth Exil gewährte. Nun sitzt ganz Korinth zu Gericht über sie und rekonstruiert das Bild einer eigensinnigen und stolzen Frau.

Als Medea einige Jahre zuvor mit ihrem Ehemann Jason und einigen Landsleuten in Korinth ankam, hatte sie eine lange Irrfahrt auf dem Mittelmeer hinter sich. Medea war mit Hilfe des Seefahrers Jason aus Kolchis, dem Unrechtsstaats ihres Vaters, geflohen. Die Flüchtlinge werden von den Korinthern geduldet, wenngleich man sie aufgrund ihrer Naturverbundenheit und Religion als rückständig belächelt. König Kreon, von dessen Gunst alles abhängt, protegiert den anpassungsfähigen Jason und verspricht ihm eine Karriere am Hof. Medea genießt als Heilerin unter den Korinthern Ansehen, fällt jedoch immer wieder durch ihr selbstbewusstes Auftreten auf, das ihr als Anmaßung angerechnet wird. Sie ist nicht bereit, sich den Mund verbieten zu lassen oder ihre kulturelle Herkunft im Gastland zu verbergen. Ihr Schicksal wendet sich, als sie zufällig Kreons lang gehütetes Staatsgeheimnis aufdeckt. Plötzlich wird aus der schönen Fremden eine unberechenbare Gefahr für die Sicherheit Korinths. Medea muss aus dem Weg geräumt werden. Und ehe sie sich versieht, steckt sie in einem Netz aus Verleumdungen, Intrigen und Lügen. Im Kampf um die Macht in Korinth muss Medea als Sündenbock geopfert werden...

Christa Wolf (1929-2011) schrieb mit dem 1996 erschienenen Roman eine kritische Parabel auf Fremdenfeindlichkeit und Ausländerhass. Sie formte den antiken Mythos der Medea um und legte die gesellschaftlichen Umstände und Ängste offen, die zu Ausgrenzung führen.

Im E-Werk-Studio wird gemeinsam das Nicht-Fertige, Spontane und Abwegige erforscht. Was unter den Nägeln brennt, wird auf die Bühne gebracht, Schauspieler geben Persönliches preis oder laden sich Gäste zum nächtlichen Talk ein. Wir entführen Sie in einer Impro-Soap in ferne Galaxien oder erfüllen Ihnen Ihre Wünsche. In der Reihe KURZSCHLUSS verwirklichen Ensemblemitglieder Herzensprojekte – manchmal  als Monolog, manchmal mit Gästen, aber immer besonders.