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Pressezitate zu Sein oder Nichtsein

Sein oder Nichtsein

Steffi Kühnert, die im vergangenen Jahr in Schwerin mit ihrer Regie von Hauptmanns »Ratten« bereits für Furore sorgte, [...] lässt »Sein oder Nichtsein« als Klamotte unter ästhetisch strengen Aspekten wiederauferstehen. Und wie! [...] Der großartige Martin Brauer hält den Abend zusammen: ebenso hochfahrend-arrogant wie verquer-hilflos spielt er nicht allein um sein Überleben, sondern um das des polnischen Widerstands [...] Dies ist ein Narrenspiel im Dienste der Wahrheit. Dafür braucht man ein Ensemble, das sich hier hineinwirft wie in einen Malstrom - und dann gegen den Sog des Bösen anspielt [...] Dies ist mit breitem Pinsel gemalt und doch auch nuanciert ausgespieltes Theater, szenisch virtuos komponiert, parodistisch-scharf und selbstironisch-zögerlich in einem.

Triumphale Premiere des Schweriner Schauspiels [...] von einem einhellig begeisterten Publikum minutenlang gefeiert [...] Was diese ungemein pointierte Inszenierung so groß macht, ist die scheinbare Mühelosigkeit, mit der das Ensemble auf dem schmalen Grat von Nonsens, Spannung, Ironie und hintergründigem Witz wandelt [...] Ins Theater gehen! Und lachen! Und weinen!

Die Mischung aus Politsatire und Gesellschaftskomödie funktioniert immer noch. Regisseurin Steffi Kühnert hat die Leichtigkeit des Originals erhalten, was nicht einfach ist. Schließlich ist das „Hamlet“-Zitat „Sein oder Nichtsein“ auch eine moralische Aufforderung. Die Schweriner Inszenierung fesselt trotz der Länge von zweieinhalb Stunden [...] Eine Paraderolle für Martin Brauer, der hier gleich in mehreren Verkleidungen zu sehen ist.

Ostsee-Zeitung, 16.04.18, Thorsten Czarkowski

In Schwerin zieht Steffi Kühnert für Ernst Lubitschs Anti-Nazi-Komödie alle Theater-Register [...] Wieder arbeitete Steffi Kühnert mit Ausstatter Joachim Hamster Damm zusammen, der die Möglichkeiten der großen Bühne ausnutzt – mit Versenkung und Drehbühne und Licht und Film. Fast der komplette letzte Akt wird als Kinofilm serviert – aufwändig gedreht an eben dem Theater, in dem das Publikum gerade sitzt. Das ist raffiniert, heiter und schlüssig in die Handlung eingebaut. Und es ist eine schöne Reminiszenz an die Filmvorlage.

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