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Details zu Väter und Söhne - nach Turgenev von Brian Friel - Deutsch von Inge und Gottfried Greiffenhagen

Väter und Söhne

Zwei junge Männer kehren vom Studium zurück in die Provinz – und glauben an nichts mehr. Die jungen Nihilisten stellen nicht nur ihre Väter, sondern gleich jegliche Autorität in Frage. Was nichts nützt soll weg, um Platz für eine neue, gerechtere Gesellschaft zu machen. Dabei stützen sich die Sozialrevolutionäre auf wissenschaftliche Erkenntnisse, während Religion, Tradition und romantische Gefühle für sie auf den Misthaufen der Geschichte gehören. Beim Besuch der Eltern – die oft gar nicht so gestrig sind, wie die Jungen meinen – wird jedoch schnell klar, dass das Leben komplizierter ist, als revolutionäre Manifeste behaupten. Wie stark ist man von der Vergangenheit bestimmt? Wo grenzt man sich ab, wo will man dazugehören? Und schlägt das Herz beim Besuch der faszinierenden Gutsbesitzerin Odinzowa und ihrer freiheitsliebenden Schwester nicht doch ein bisschen schneller?   

Väter und Söhne löste bei seiner Erscheinung 1862 Stürme der Entrüstung aus – und wurde doch zum Klassiker. Eindrücklich wird darin vom Konflikt zwischen den Generationen erzählt, von Ängsten und Hoffnungen in Zeiten des gesellschaftlichen Umbruchs und von der Zerbrechlichkeit von Liebe und Freundschaft. Turgenjev – dieser große russische Realist und Weltbürger – zeichnet ein Gesellschaftsbild, das sowohl liebevoll als auch schonungslos ist. Und seine genaue Beobachtung von menschlichem Verhalten, von Familiendynamiken und dem Streben nach Glück hat nichts an Relevanz eingebüßt.

Sascha Hawemann, ein Kenner und Liebhaber der russischen Literatur, inszeniert erstmals in Schwerin und bringt VÄTER UND SÖHNE als großes Schauspielertheater auf die Bühne. Er war Hausregisseur am Centraltheater Leipzig und arbeitete u. a. am Theater Chemnitz, Theater Magdeburg, Maxim-Gorki-Theater Berlin, Staatstheater Nürnberg, Schauspiel Hannover, Nationaltheater Weimar, Theater Bielefeld, Theater Bonn sowie am Theater Dortmund. Seine Inszenierungen erhielten mehrfach Einladungen zu Festivals.

Stückdauer: ca. 3 Stunden, 15 Minuten , eine Pause
Premierendatum: 26.04.2019